Wer aus dem Weltall auf Europa blickt, wie es Spaniens Astronaut Pedro Duque getan hat, sieht im Südosten des Landes einen hellen Fleck. Als ob sich dort ein Schneesturm entladen hätte. Es ist das Plastikmeer von Almería – eine Fläche groß wie 47 000 Fußballfelder voller Gewächshäuser. Der Gemüsegarten Europas. Und mittendrin wohnt Charifa Essamraoui, 42, eine Landarbeiterin. Der Salat, den sie schneidet, landet auch in Deutschland im Regal.

Wenn man sie fragt, wovon sie träume, dann sagt die Marokkanerin: "Von einem kleinen Haus im Dorf." Ihr Zuhause ist nur eine Hütte. Zwei Räume für sie und ihren Mann, zusammen kaum 25 Quadratmeter, mit selbstgebauter Außenküche. Ein Erntehelfer-Verschlag aus der Franco-Zeit, mitten zwischen den Gewächshäusern in San Isidro bei Almería. 160 Euro Miete zahlt sie dem spanischen Vermieter pro Monat. 1000 Euro hatte er schon beim Einzug als Provision verlangt. So viel verdient Essamraoui etwa im Monat. Wenn sie denn Arbeit hat.

Seit elf Jahren ist sie hier, sie

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2019.
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