Er nennt sie "Muttermilch-Prägung", die zwei Dinge, die ihm wirklich wichtig sind und die nun in Gefahr sind. "Da ist der Bosch, und da ist die IG Metall", sagt Mario Gutmann. Er sitzt in seinem Büro. Durch die Glastür zeigt er in das angrenzende Großraumbüro des Betriebsrats, dorthin, wo früher seine Mutter saß. "Sie hat beim Bosch an der Maschine gearbeitet und war 30 Jahre lang freigestellte Betriebsrätin."

Er selbst hat seine Lehre hier im Werk in Bamberg gemacht, stieg auf, wurde in den Betriebsrat gewählt. Seit vier Jahren ist er nun dessen Vorsitzender.

Jahrelang ging es bei Bosch nur nach oben. Bei den Umsätzen, den Löhnen, den Arbeitsplätzen. In Bamberg produzieren 7400 Mitarbeiter vor allem Bauteile für Diesel- und Benzinmotoren. Man verdient gut am Auto, in der ganzen Stadt. Die Durchschnittslöhne sind höher als im Bundesschnitt.

Dann kamen der Dieselskandal, die Fahrverbote, die schärferen Abgaswerte, "Fridays for Future". Doch was heißt das für die Arbeitsplätze und für den Wohlstand,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 27/2019.
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