Das bekannteste Produkt des Möbelherstellers Ikea ist ein Bücherregal. Ein Klassiker der Moderne. Wer Ikea hört, denkt an Billy, und wer an Billy denkt, denkt an Bücher. Billy steht in Zehntausenden deutschen Wohnzimmern. Für Schriftsteller, Verleger und Buchhändler sendet der aktuelle Ikea-Katalog 2019 daher ein schrilles Warnsignal aus: Die Bücher sind fast alle weg, in den Regalen liegen Wollknäuel, Geschirr, Dekoschnickschnack.

Verschwindet das Buch allmählich aus unserem Alltag? Die Zahl der Buchhandlungen in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren um knapp ein Drittel geschrumpft, im Börsenverein des Deutschen Buchhandels sind noch 2736 organisiert. Schriftsteller klagen schon seit einiger Zeit, dass es selbst auf Buchmessenpartys einfacher sei, sich über eine neue Netflix-Serie zu unterhalten als über einen Roman von Jonathan Franzen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 12/2019.
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