Für Mathias Döpfner war das vergangene Jahr ein ziemlich teures. Dem Chef des Axel-Springer-Konzerns gehören 2,8 Prozent des Verlags. Noch im vergangenen Mai war sein Aktienpaket 184 Millionen Euro wert. Doch seither ist der Kurs in die Tiefe gerauscht, Döpfners Papiere hatten bis Mitte dieser Woche 48 Millionen verloren. Schlimmer noch: Weil er und seine Vorstandskollegen auch danach entlohnt werden, wie die Aktie sich entwickelt hat, sind in diesem Jahr 74 Millionen Euro Bonus futsch. Härter trifft der Kursverfall Friede Springer, zumindest auf dem Papier. Der Verlegerwitwe gehören direkt und indirekt knapp 43 Prozent an Springer.

Bei der Bilanzvorlage im März ließ Döpfner seinem Frust deshalb freien Lauf. Die Börse ticke nur kurzfristig, er aber müsse als Firmenchef langfristig denken. Was den Verlag am meisten ärgert: Kein Medienhaus in Europa hat die Digitalisierung so konsequent angepackt wie Springer – 84 Prozent der Gewinne kommen aus digitalen Geschäften, von der Jobbörse Stepstone

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2019.
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