Trash-TV kann super sein. Weil man dort Menschen sieht, die mit heiligem Ernst Sätze wie "Ich schwöre auf meine Ziege und meinen Hund" sagen. Und Trash-TV kann schrecklich sein. Wenn man dort Menschen sieht, die mehr Empathie mit einem in der Sonne schwitzenden Kochschinken als mit den Menschen um sie herum haben. Und weil es einem ungebeten schlimmste menschliche Entgleisungen so belastend konzentriert, dick eingekocht und #MeToo-relevant serviert, wie es gerade in diversen Reality-Formaten passiert.

Das Trash-TV-Jahr, das traditionell mit dem Dschungelcamp im Januar startet, hat gerade seinen Höhepunkt erreicht: Neue Staffeln von "Die Bachelorette", "Das Sommerhaus der Stars", "Promi Big Brother" und "Paradise Hotel" sind kürzlich angelaufen, bald startet auch "Bachelor in Paradise", der ressourcenbewusste Grabbeltisch mit Personal aus vergangenen Formaten.

Lange waren solche Formate ein Reservat für Normabweichler und schutzbedürftige Schrägvögel. Eine Parallelwelt, in der es auch strauchelnde

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2019.
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