Barbara Kruger gibt sich nicht damit zufrieden, von Museumsbesuchern verehrt zu werden. Konsequent sucht die Amerikanerin die größere, alltäglichere Öffentlichkeit. Ihre Kunst, oft Arrangements von Bild und Text, ist plakativ, manchmal reißerisch, lebt von der Ästhetik des Auffallens – warum sie also vor der Masse verstecken?

Kruger ließ schon T-Shirts und Busse bedrucken und halbe Stadtviertel bekleben. Besonderes Aufsehen erregten in den vergangenen Jahren zwei von ihr gestaltete Cover für das "New York Magazine". Das erste gehörte 2016 zur Wahlausgabe und zeigte das Antlitz von Donald Trump. Darauf ein dicker roter Balken mit dem Wort "Loser", Verlierer. Leicht zu übersehen ist der Satz in der Ecke: "Und was er bereits gewonnen hat." Auch das zweite Titelblatt aus dem Jahr 2018 galt Trump, Kruger ließ ihn quasi in einer anderen Person aufgehen. Zwei Namen füllten die Fläche: "PRUMP" und "TUTIN".

Kruger, 74, weiß Gegenwart in Kunst umzusetzen und umgekehrt. Dafür wurde sie viele Male gewürdigt,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2019.
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