SPIEGEL: Frau Böhme, wenn ich so darüber nachdenke: Die meisten Streicheleinheiten hat heute mein Smartphone von mir erhalten – und da bin ich sicher keine Ausnahme. Was sagen Sie dazu?

Rebecca Böhme: Erst mal, dass es natürlich völlig okay ist, ein Smartphone zu benutzen. Biologisch sind wir aber eigentlich darauf ausgelegt, einander zu berühren und nicht so sehr, unsere Streicheleinheiten an unsere elektronischen Geräte weiterzugeben. Das kann dazu führen, dass wir uns emotional eher an die Geräte binden als an Menschen oder Tiere.

SPIEGEL: Werden wir so zu der unterkuschelten Gesellschaft, von der sie in Ihrem Buch schreiben?

Böhme: Dass wir uns zu selten berühren, liegt erst mal nicht am Smartphone. Das ist kulturell bedingt. In unserer Kultur lernen wir von klein auf, dass man sich – wenn überhaupt – ab und zu die Hand reicht. Aber gerade, was unsere engeren Beziehungen betrifft, da sollten wir mehr Körperlichkeit zulassen. Es gibt eine Studie, bei der Pärchen in verschiedenen Ländern

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