Es gibt Statements, die sind im Nachhinein einfach nur peinlich. Öffentlich für Vertrauen in Atomkraftwerke zu werben, "Transparenz und Sicherheit" zu versprechen, wenn man zuvor wichtige Sachverhalte nicht veröffentlicht hat, gehört sicher dazu. Bei Frank Hardeman, dem Chef der belgischen Atomaufsichtsbehörde (Fanc), könnte das der Fall sein.

Anfang Mai hatte der Kernphysiker sein neues Amt bei der Fanc angetreten. Ein schwieriger Job. Denn seit Jahren steht die Behörde im Verdacht, Risiken und Gefahren bei zwei belgischen Kernkraftwerken zu verheimlichen: dem bei Antwerpen gelegenen Reaktor Doel 3 und dem rund 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernten Kernkraftwerk Tihange 2.

Umso erfreuter waren Kritiker und Umweltverbände, als Hardeman bei seinem ersten öffentlichen Auftritt vor wenigen Wochen in Brüssel versprach, von der bisherigen Praxis abzuweichen und es mit neuer Offenheit zu versuchen. An der Ernsthaftigkeit dieses Versprechens gibt es allerdings Zweifel.

Dem SPIEGEL liegen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 44/2018.
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