Benjamin Netanyahu hatte im Kreml noch die Welt gerettet, bevor der Generalstaatsanwalt ihm zu Hause wegen der Zigarren an den Kragen wollte. Er traf sich mit Präsident Wladimir Putin, um über die Zukunft des israelischen Nachbarn Syrien zu reden, über die Gefahr, die von Iran ausgeht, für Netanyahus Volk und den Rest der Welt, sowie über die israelisch-russischen Beziehungen. Er hatte die wichtige Rolle der mehr als eine Million russischsprachigen Israelis erläutert, er hatte den aufopferungsvollen Kampf des russischen Volkes gegen den Hitler-Faschismus gewürdigt und Putin zur Einweihung eines Denkmals nach Jerusalem eingeladen, das an die Blockade von Leningrad erinnert, die Heimatstadt des russischen Präsidenten. Er war ein Staatsmann dort draußen, aber als er Ende voriger Woche nach all der Anstrengung nach Hause kam, kündigte der Generalstaatsanwalt von Israel die Absicht einer Anklage an, die Netanyahu die Wiederwahl kosten könnte.

Die Vorwürfe scheinen schwerwiegend und kleinlich

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 11/2019.
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