"Wer nach Paris zieht, will Pariser werden. Wer nach München zieht, will Münchner werden. Wer nach Berlin zieht", sagt "Babylon Berlin"-Regisseur Henk Handloegten, "will sich die Stadt untertan machen." Jeder erklärt den öffentlichen Raum zu seinem persönlichen Besitz und gibt allen anderen zu verstehen: Hey, das ist meine Stadt!

Überall pinkeln Männer an Bäume wie Hunde, die ihr Revier markieren. Sprayer und Tagger machen sich über Häuserwände her, Mütter schieben mit ihren Zwillingskinderwagen wie Rollkommandos über die Gehwege: Weg da, hier kommt deine Rente! Kampfradler brettern über die Bürgersteige und wie selbstverständlich bei Rot über die Ampel.

Wie die meisten Menschen in dieser Stadt hegen sie keinen Zweifel, dass sie recht haben, dass sie die Guten sind. Öko-Athleten, die urbane Avantgarde, im Nahkampf mit Fußgängern, die ihnen ständig den Weg blockieren, und mit dem Automob, der sich nur hinters Lenkrad gesetzt hat, um sie über den Haufen zu fahren.

Je enger es in der

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