Es war im Jahr 2001, noch vor Merkels Kanzlerschaft, das neue Berlin entstand in jener Zeit, das Bundeskanzleramt war gerade fertig geworden, an vielen Orten drehten sich die Kräne, es waren noch fünf Jahre, bis der Hauptbahnhof eröffnet werden sollte.

Der Senatsbaudirektor Hans Stimmann lud Journalisten auf eine Fahrt durch Berlin ein. Im Bus ging es von Station zu Station, zu Plätzen, neuen Wohnungsbauten, auch zum Walter-Benjamin-Platz in Charlottenburg, der gerade fertiggestellt war: rechteckig, mit zwei strengen neoklassizistischen Häuserriegeln und Säulengängen rechts und links.

Heute geht es wieder um diesen Platz. Er könnte der Ausgangspunkt einer neuen Debatte sein. In Artikeln, die in den vergangenen Tagen zu diesem Platz erschienen sind, ist er zu einem Symbol geworden: einem Symbol für die Frage, ob um die Jahrtausendwende von Architekten Voraussetzungen geschaffen worden sind, die dazu führten, dass heute wieder ein, so heißt es, "faschistischer" Geist erwacht sei.

Die Tour damals

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2019.
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