Markus Ghazi empfängt in seiner Küche in der Manteuffelstraße, in einem ehemals besetzten Haus im Herzen von Berlin-Kreuzberg. An der Wand tickt eine Uhr mit dem Vereinswappen des Fußballklubs Hertha BSC. Der Architekt lacht fröhlich und sagt: "Unsere Parole hieß und heißt: Wohnen darf nicht Ware sein. Lasst uns die Städte entprivatisieren."

Ghazi wuchs in Berlin-Schöneberg auf und lebte Ende der Siebzigerjahre in einer Kommune in der Kreuzberger Ritterstraße. Der angehende Architekt engagierte sich mit anderen Kreuzbergern gegen die Kahlschlagsanierung des SPD-Senats im einstigen Arbeiterbezirk.

Immer mehr junge Hippies, Punks, Freaks und andere Anarchisten besetzten Anfang 1981 heruntergekommene Häuser in West-Berlin. Mit 20 Gleichgesinnten stieg Markus Ghazi über die Mauern des Hinterhofs in die Manteuffelstraße 40/41 ein. Die Eigentümer – Spekulanten, die die Altbauten abreißen wollten – hatten ordentliche Vorarbeit geleistet. Alle Öfen waren demontiert oder zerstört, die Türklinken und

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Wissen-Ausgabe 1/2019.
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