Christopher Hempel schöpfte in Essen-Borbeck Wasser aus einem Flüsschen im Emschergebiet. Jessie Golding füllte in den Wäldern von Montana Schnee in Plastikflaschen. Philip Francis Thomsen zupfte auf einer Wiese bei Kopenhagen Blüten von ihren Stängeln.

Zurück in ihrem Labor in Essen, Missoula und Aarhus entlockten die Biologen den so unterschiedlichen Proben ihr Geheimnis. Die Wissenschaftler wollten herausfinden: Gibt es wieder Groppen im Emschergebiet? War es ein Luchs, der Pfotenspuren im Schnee hinterließ? Und welche Insekten sind auf den Wiesenblumen gelandet und wieder davongeschwirrt?

Alle drei Forscher nutzen unabhängig voneinander ein Verfahren, das gegenwärtig die Ökologie revolutioniert. In ihren Proben fahnden sie nach Erbsubstanz ihrer Forschungsobjekte – und erkennen so beispielsweise, ob die jeweiligen Tiere am Ort der Untersuchung vorkommen. Hempel muss dafür keine Fische fangen, Golding den Luchs nicht leibhaftig durch den Wald streifen sehen, Thomsen nicht stundenlang auf

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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