Vor 40 Jahren kam in Ost-Berlin ein Junge mit Downsyndrom zur Welt. Seine Mutter hatte von einer Behinderung nichts geahnt. Als sie nach der Geburt ihr Kind im Arm hielt, war sie so überwältigt wie überfordert. Noch im Krankenhaus rieten ihr die Ärzte, das Kind einfach wegzugeben, "in Obhut", wie sie das nannten. Die Mutter aber widersetzte sich, sie nahm ihr Kind mit nach Hause. Vor einiger Zeit hat sie ein Buch über das Leben mit Downsyndrom geschrieben, gemeinsam mit ihrem behinderten Sohn.

Heute ist der Umgang mit Behinderungen vollkommen anders, jedenfalls wirkt es so: Es ist viel von Teilhabe die Rede, von inklusiven Schulklassen und einem erfüllten Leben mit Einschränkungen. Niemand schlägt einer Mutter heute vor, ihr Neugeborenes in ein Heim zu stecken. Und nur wenige Elternpaare werden von der Geburt eines Kindes mit Downsyndrom überrascht. Wer wissen will, was ihn erwartet, kann sich schon während der Schwangerschaft Klarheit verschaffen. Behinderte Kinder werden heute anders weggegeben

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 16/2019.
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