Es waren erschütternde Szenen, die sich vorletzten Sonntag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zutrugen. Angehörige der Opfer von Flug ET302, der südlich der Stadt in einen Acker gestürzt war, trugen Särge in eine Kathedrale. Die Särge waren leer und in kenianische Flaggen gewickelt.

Denn beim Absturz der Ethiopian-Airlines-Maschine, die mit über 700 Stundenkilometern zerschellte, blieb kaum ein zusammenhängendes Stück Leiche über. Stattdessen überreichte man den Hinterbleibenen ein Kilo Erde von der Absturzstelle. Die Angehörigen werden Monate warten müssen, bis sie tatsächlich sterbliche Überreste ihrer Verwandten von den Behörden übergeben bekommen.

Die 157 Absturzopfer stammen aus 35 Nationen. Einige von ihnen waren auf dem Weg nach Nairobi. In der kenianischen Hauptstadt sollte ein wichtiges UN-Treffen stattfinden. Doch die Herkunft der Passagiere dürfte keinen Ausschlag geben, wenn es um die Entschädigung geht, die ihre Angehörigen vom Flugzeugbauer Boeing und von der Fluglinie

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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