Sehr lange nachdem Carmen Kampa vergewaltigt und erdrosselt worden war, nahm der Kriminalhauptkommissar Kay-Christian Höchel die erste von sehr vielen Akten in die Hand, die sich mit dem Tod der 17-jährigen Frau befassten.   

Höchel war gerade zum Mordkommissariat gewechselt, sein neuer Chef hatte ihm vorgeschlagen, er könne sich zum Einarbeiten mit einem der alten, ungelösten Fälle beschäftigen, einem Cold Case.

Der Name Carmen Kampa sagte Höchel nichts. Erst als er sich mit einem Kollegen durch die Akte arbeitete, erkannte er, dass sein Chef ihn nicht nur gebeten hatte, einen Todesfall aufzuklären, der fast ein halbes Jahrhundert zurücklag. Höchel sollte außerdem einen Skandal, der die Bremer Justiz bundesweit in die Schlagzeilen gebracht hatte, zu einem erträglichen Ende bringen.

Carmen Kampa starb am 1. Mai 1971 gegen 23.25 Uhr an einer Böschung nahe dem Bahnhof Bremen-Oslebshausen. Sie war auf dem Heimweg von einer Diskothek. Den Mann, der ihr begegnete, kannte sie nicht. Möglich, dass

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 46/2019.
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