Boris Johnson ist diese Woche zur Schule gegangen. Es war am Dienstag, als sich der britische Premierminister im Londoner Stadtteil Pimlico zwischen einigermaßen gefasste Grundschüler quetschte. Er machte dabei, für seine Verhältnisse, wenige Faxen, er fiel der Lehrerin nicht ins Wort; wenn er etwas sagen wollte, hob er artig den Arm. Für einen kurzen Moment sah es so aus, als wollte der 55-Jährige noch einmal ganz von vorn anfangen.

Zu verdenken wäre es ihm nicht. Johnson ist gerade mal sieben Wochen im Amt. Aber in dieser Zeit hat der Konservative mit viel Krawall eine Pleiten-und-Pannen-Serie hingelegt, mit der er wohl jeden seiner 76 Vorgänger in den Schatten stellt.

Was immer der Gaukler im großen Illusionsspiel namens Brexit bislang versucht hat, stets stand er am Ende als Verlierer da: Von sechs Abstimmungen im britischen Parlament hat er sechs verloren. Nach dem Rauswurf von 21 moderaten Parteifreunden und dem Überlaufen eines weiteren ist seine Regierungsmehrheit dahin. Beim Versuch,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2019.
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