Natürlich sträubt sich alles dagegen, natürlich will man das nicht: das Brexit-Paket noch einmal aufschnüren, den Vertrag, der ein für alle Mal ausverhandelt war. Noch einmal nach einem Kompromiss suchen, was ja heißt: zu Zugeständnissen bereit zu sein, und das ausgerechnet jetzt, ausgerechnet mit diesem britischen Premier, mit Boris Johnson, der Großbritannien in eine Staatskrise gestürzt, die Gesetze verletzt, die Queen hinters Licht geführt und das Parlament verhöhnt hat. Natürlich will man ihm den Triumph nicht gönnen, die Briten tatsächlich aus der EU zu führen.

Aber Trotz ist die falsche Haltung. Jetzt gilt es, kühl abzuwägen, was für die EU das geringste Übel ist: ein schwieriger Kompromiss oder eine weitere Verlängerung der Brexit-Qualen, an deren Ende immer noch ein Austritt ohne Deal stehen könnte.

Boris Johnson hat der EU einen Vorschlag gemacht, der den entscheidenden Streitpunkt mit der EU, die innerirische Grenzfrage, lösen soll. Nach allem, was man darüber weiß, ist es kein

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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