Soubry musste sich in der britischen Öffentlichkeit schon einiges anhören: "Meuterin" nannte man sie, "Verräterin". Dabei tut die frühere Tory-Politikerin vor allem eines: Sie kämpft gegen den Brexit. Als sie bei den Konservativen damit nicht mehr weiterkam, verließ die Unterhausabgeordnete im Februar die Partei. Mittlerweile führt sie die Change-UK-Partei an, deren Ziel ein zweites Referendum ist. Das macht sie im Brexit-Streit zu einem wichtigen Faktor.


SPIEGEL: Frau Soubry, die Regierung gibt offenbar ihren Widerstand gegen das Gesetz auf, das einen No-Deal-Brexit verbietet. Trauen Sie Premierminister Boris Johnson?

Soubry: Nein. Boris Johnson hat eine lange Geschichte der Verlogenheit. Er ist niemand, dem man trauen kann. Wir reden über einen Mann, der kurz vor dem Referendum zwei Papiere geschrieben hat, eines für den Verbleib in der EU und eines für den Brexit. Ihm geht es allein um seinen persönlichen Vorteil.

SPIEGEL: Also wäre es denkbar, dass Johnson nach Neuwahlen das Gesetz einfach

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2019.
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