Am Tag, als die letzten Chancen auf ein gütliches Brexit-Ende schwinden, sitzt Kenneth Clarke in seinem Südlondoner Zuhause und sinniert darüber, wie das wäre: wenn er 49 Jahre nachdem er erstmals ins Parlament gewählt wurde und 26 Jahre nachdem er sich als Schatzkanzler in Downing Street 11 niederließ, nun vielleicht sogar ins eigentliche Zentrum der Macht einzöge. Clarke schmunzelt und sagt: "Es wäre ein unterhaltsamer und ironischer Schlussakkord meiner Karriere, wenn ich mich plötzlich als Premierminister widerfände."

Kenneth Clarke ist 79 Jahre alt. Er ist kürzlich am Rücken operiert worden und nicht mehr sonderlich gut zu Fuß. Der Konservative, der als dienstältester britischer Abgeordneter den Ehrentitel "Vater des Unterhauses" trägt, will bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten. Und selbst wenn er es wollte, dürfte das schwer werden, da er von Regierungschef Boris Johnson kürzlich aus der Tory-Fraktion geschmissen wurde.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2019.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!