Klaus Welle, der Generalsekretär des Europaparlaments, ist erleichtert. Er sitzt am Mittwoch in seinem ausladenden Büro im elften Stock des Brüsseler Parlamentsbaus und hält eine Kopie des Briefes in den Händen, der vor wenigen Minuten aus London eingetrudelt ist. Die britische Premierministerin Theresa May bittet darin um eine Verschiebung des Brexit-Datums auf den 30. Juni. Nur ein kurzer Aufschub. Das ist für Welle eine gute Nachricht: Solange die Briten die EU vor dem 2. Juli verlassen, dem Tag, an dem das neu gewählte Europaparlament zusammentritt, müssen sie nicht an der Europawahl teilnehmen. Das Chaos wäre vorerst abgewendet.

Die Entwarnung könnte zu früh kommen. Die britischen Gesetze sehen vor, dass bis zum 12. April entschieden werden muss, ob das Land an den Europawahlen Ende Mai teilnimmt. Ob der Brexit-Deal bis dahin das Unterhaus passiert hat, ist völlig offen.

Es ist eine aberwitzige Vorstellung: Die Bürger eines Landes, das die EU in absehbarer Zeit verlässt, sollen kurz

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