Seit Boris Johnson an die Macht gekommen ist, regiert er wie ein Donald Trump, der Shakespeare gelesen hat. Immer hat er ein Macbeth-Zitat parat, wenn er rücksichtslos die Regeln bricht. 

Johnson hat die Rechte des Parlaments verletzt und gegen die Verfassung verstoßen. Er verwandelt die Konservativen in eine nationalistische Rechtspartei. Wer ihm nicht folgt, wird ausgestoßen, beleidigt oder lächerlich gemacht. Johnson pfeift auf die traditionellen Institutionen der britischen Demokratie, und doch zeigen die aktuellen Umfragen: Seine Strategie könnte aufgehen. Wenn es um den Brexit geht, kann er offenbar weit mehr Wähler überzeugen als seine politischen Gegner.

Seit drei Jahren mühen sich die Parteien nun schon, das Ergebnis des Referendums zum EU-Austritt umzusetzen; doch bislang ist das Unterhaus einer Lösung kaum nähergekommen. Der Premier profitiert von einer dysfunktionalen Opposition, die sich zwar lautstark über den selbst ernannten Brexit-Terminator empören kann, aber zu keinem gemeinsamen

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