Collette Hercher heißt die Frau, die verhindern soll, dass ein harter Brexit für Deutschlands Wirtschaft zur Katastrophe wird. Sie ist Präsidentin der Generalzolldirektion und sitzt in einem schmucklosen Büro in einem Zweckbau am Rand von Bonn, dort, wo früher das Bundesgesundheitsministerium untergebracht war. Auf Hercher kommt es in den nächsten Wochen an, denn nirgends wird sich der Brexit stärker auswirken als an Europas Grenzen.

Panik ist auf den Fluren der Behörde trotzdem nicht zu spüren. "Wir machen, was wir mit Nicht-EU-Ländern schon immer machen, nur mit einem Land mehr", sagt sie. Neue Gesetze seien unnötig. Doch auch die Zoll-Präsidentin hofft, dass sich die Briten und die EU noch auf ein Austrittsabkommen verständigen. "Das würde uns zwei Jahre Übergangszeit verschaffen."

Klar ist, dass der Zoll mehr Personal braucht. "Wir werden 900 Zöllner zusätzlich bereitstellen und ausbilden", sagt Hercher. "Vor allem in Häfen und an Flughäfen kommt mehr Arbeit auf uns zu. Wir werden unsere

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2019.
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