Ich neige nicht zu Heimweh oder kulinarischem Patriotismus, aber eines vermisse ich nach spätestens drei Monaten im Ausland: richtig gutes, deutsches Brot. Nicht mit Hefe, sondern mit Sauerteig gebacken. Irgendwann habe ich mich selbst an meinen ersten Sauerteigansatz gewagt. Kann ja nicht so schwer sein, dachte ich mir damals. Ein Irrtum. 

Bei der ersten Recherche fühlte es sich so an, als müsste ich mich auf Nachwuchs vorbereiten: Wie man einen Sauerteigansatz am besten "gebäre", heißt es etwa in einem Internetforum. Und als gewissenhafter Sauerteiganhänger gebe man seinem Ansatz selbstverständlich einen Namen. Das helfe, ein Verantwortungsgefühl zu entwickeln. Brutus oder Claudine lässt man schließlich nicht so leicht in der hinteren Kühlschrankecke versauern – im wahrsten Sinne des Wortes. Eine backbegeisterte Mutter von drei Jungen gab gar an, sie habe sich immer ein Mädchen gewünscht und deshalb einen weiblichen Namen für ihren Sauerteigsansatz gewählt. Natürlich nimmt ein wahrer Sauerteigbäcker

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