Wenn man das Wort "Weltsensation" googelt, erscheint ein heiteres Sammelsurium: ein Königspython mit zwei Köpfen, ein Buch über Wahrsagekarten mit "heiligem Schutzduft" und ein von der Decke hängendes Sexspielzeug, der "Liebessitz".

Seit dem 21. Februar gehört auch ein Bluttest aus Heidelberg zu den Weltsensationen, jedenfalls wenn man der "Bild"-Zeitung glauben darf. Die berichtete exklusiv vorab und euphorisch über diesen angeblich marktfähigen Test des Uni-Start-ups HeiScreen GmbH, der mithilfe von 15 verschiedenen Biomarkern Brustkrebs bereits im Frühstadium erkennen soll. Die beteiligten Heidelberger Forscher, die Gynäkologen Christof Sohn und Sarah Schott, wurden wie Rockstars in Szene gesetzt. Dank "Bild" und mithilfe der enormen wissenschaftlichen Eminenz der Heidelberger Uni ging die Meldung um die Welt.

Jetzt freut sich HeiScreen-Geschäftsführer Dirk Hessel "aus kommerzieller Sicht" über die "gewisse Aufmerksamkeit", die durch die PR-Aktion geweckt worden sei, und auch beim chinesischen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 14/2019.
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