Deutschlands oberster Nazi verbeugte sich bereits in seinen politischen Anfängen vor einem Ausländer. In seinem Buch "Mein Kampf" bekundete Adolf Hitler schon 1924 seine "tiefste Bewunderung für den großen Mann südlich der Alpen". An Benito Mussolini gefalle ihm, so Hitler, dass der "mit dem inneren Feinde Italiens nicht paktierte, sondern ihre Vernichtung auf allen Wegen und mit allen Mitteln erstrebte."

Um von Mussolini zu lernen, entsandte der "Führer" Ende Mai 1933 seinen treuesten Kampfgefährten nach Italien. Joseph Goebbels, zwei Monate zuvor zum "Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda" ernannt, reiste nach Rom. Dort empfing ihn Mussolini.

"Studium des Faschismus", so beschrieb Goebbels die Aufgabe in seinem Tagebuch. Dazu passte auch die gönnerhafte Bemerkung des 49-jährigen Mussolini gegenüber dem 35-jährigen Gast: "Ihr seid auf dem richtigen Weg." Goebbels, Europas jüngster Minister, war gerührt von der "überschwänglichen Gastfreundschaft". Er notierte in sein Tagebuch:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Geschichte-Ausgabe 3/2019.
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