Christine Garbe, Jahrgang 1952, bildete an der Freien Universität Berlin und der Leuphana Universität Lüneburg Generationen von Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern aus. Später wechselte sie an die Universität zu Köln und lehrte dort Deutsche Literatur und ihre Didaktik, seit Kurzem ist sie im Ruhestand. Garbe hat die Internetseite "Boys & Books" mit aufgebaut, dort finden Eltern und Lehrkräfte spannende und interessante Buchtipps für Jungen zwischen 8 und 16 Jahren.

SPIEGEL: Frau Garbe, woran liegt es, dass Jungen häufig nicht gern lesen?

Garbe: Ich sehe zwei Hauptgründe: Viele erleben seit der frühesten Kindheit, dass Lesen eine weibliche Tätigkeit ist. Zu Hause ist es häufig die Mutter, die vorliest, in der Kita die meist weibliche Erzieherin, in der Grundschule die Lehrerin. Wir beobachten bei Jungen einen sogenannten Leseknick. In der Grundschule greifen viele noch recht gern zum Buch, in Klasse fünf und sechs, wo sich feste Lesegewohnheiten entwickeln sollen, wird das

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