In Koblenz, in der Cafeteria des Bundeswehrkrankenhauses, sitzt an einem Nachmittag im Februar der einstige Infanterist Alexander Sedlak und spricht über Afghanistan. In Afghanistan hat er gekämpft, in Koblenz ist er zur Traumatherapie, weil er Afghanistan nicht mehr loswird. Es ist, er überlegt kurz, sein siebter stationärer Aufenthalt hier.

In Afghanistan, so erzählt es Sedlak, 29, sind ihm Kugeln um den Kopf geflogen, er hat Verletzte gesehen, Tote, er hat geschossen, wurde beschossen. Er darf sich Veteran nennen, er sagt: "Auf jeden Fall fühle ich mich als Veteran. Ein Veteran ist für mich ein Soldat mit Einsatzerfahrung. Jemand, der im Ausland gedient hat."

In Berlin-Charlottenburg, bei einem Italiener am Savignyplatz, sitzt ein paar Tage später der Militärhistoriker Sönke Neitzel und spricht über die Instandsetzungskompanie 60 in Hofgeismar. Dort, in Nordhessen, hat Neitzel vor gut 30 Jahren seinen Wehrdienst geleistet. Es gab, so kann man das sagen, nicht rasend viel zu tun.

Der Dienst

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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