SPIEGEL: Herr Kosminski, zwei Landtagsabgeordnete der AfD haben per parlamentarischer Anfrage Auskunft darüber verlangt, welche Staatsangehörigkeit Balletttänzer, Sänger und Musiker an den staatlichen Theatern in Baden-Württemberg haben und wo sie ausgebildet wurden. Was halten Sie von dieser Aufforderung zur "Deutschenzählung"?

Kosminski: Die AfD-Leute scheinen das für eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit zu halten. Aber die Anfrage macht nicht klar, worum es eigentlich geht. Welchen Erkenntnisgewinn verspricht sich die AfD von den nackten Zahlen? Um die Qualität der Kunst auf unseren Bühnen scheint es dabei jedenfalls wohl nicht zu gehen. Hinter der Anfrage der AfD verbirgt sich ein rassistisches Weltbild und ein Verständnis von Kunst, das die Freiheit und Gleichheit aller Bürger dieses Landes, wie sie im Grundgesetz festgeschrieben stehen, negiert. Das muss auch den Wählern dieser Partei klar sein. Die AfD bedient sich des immer gleichen Musters: irgendetwas zu finden, das mit

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