Auf die Drogendealer von Luxemburg kommen schwere Zeiten zu. Noch verkaufen sie rund um den Bahnhof der Stadt Cannabis, ziemlich unverhohlen, aber dafür ganz exklusiv.

Doch damit hat es bald ein Ende.

Im zwölften Stock eines Regierungsgebäudes, kaum zwei Kilometer weiter nördlich, schmiedet Étienne Schneider, 48, Pläne, die Dealer aus dem Geschäft zu drängen. Die Macht dazu hat er: Der Sozialdemokrat ist Vizepremier, Wirtschafts- und Gesundheitsminister – und ein leidenschaftlicher Kritiker der repressiven Drogenpolitik, wie sie seit mehr als 50 Jahren betrieben wird.

Luxemburgs Superminister will Cannabis "aus der Schmuddelecke holen". Die lange so heftig wie erfolglos bekämpfte Droge will Schneider spätestens 2021 voll legalisiert haben, vom kontrollierten Hanfanbau bis zum Konsum. Cannabis soll von der Straße verschwinden und fortan für Volljährige in Fachgeschäften erhältlich sein, ohne großes Werbetamtam, zu konkurrenzfähigen Preisen und in bestmöglicher, geprüfter Qualität.

"Wir müssen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 39/2019.
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