Ein Interview? Oder auch nur ein Hintergrundgespräch? "Wir haben kein Interesse, mit Ihnen zu sprechen", teilt Liao Liang per E-Mail mit. Und, sorry, auch eine Besichtigung seines Fernsehsenders in Nairobi sei nicht möglich. Der Mann reagiert so abweisend, als hütete er ein Staatsgeheimnis.

Dabei ist der Auftrag, mit dem Liao Liang in die Hauptstadt Kenias entsandt wurde, gar nicht so geheim: Als leitender Redakteur des China Global Television Network (CGTN), eines Ablegers des chinesischen Staatsfernsehens, soll er dafür sorgen, dass die Bestrebungen seines Landes in einem positiven Licht dargestellt werden – vor allem in Afrika, wo Chinas Ruf gelitten hat, seitdem es sich aggressiv zwischen Khartum und Kapstadt ausbreitet.

Der Sender belegt drei Stockwerke im K-Rep Centre, einem Hochhaus mit verspiegelten Scheiben im Stadtviertel Kilimani. Am Eingangstor die erste Kontrolle, dann die Leibesvisitation durch Sicherheitsleute, dann die Fragen eines misstrauischen Rezeptionisten. Bei der Vorzimmerdame

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2019.
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