Christo, geboren 1935 im bulgarischen Gabrowo, ist einer der berühmtesten Künstler seiner Generation. Keiner erschafft größere Spektakel. Vor ein paar Jahren ließ er mehr als eine Million Menschen übers Wasser laufen - wovon der Dokumentarfilm "Walking on Water" erzählt, der am 11. April in die Kinos kommt. Wie so oft bei Christos aufwendigen Projekten lagen zwischen Idee und Verwirklichung Jahrzehnte, seine Frau Jeanne-Claude, die 2009 verstarb, hatte diese Vision mit ihm gemeinsam entwickelt.    

SPIEGEL: Christo, Sie können sich für alle sichtbar freuen, wenn etwas zu Ihrer Zufriedenheit verläuft, aber auch sehr ungehalten wirken, wenn es Probleme gibt. So offenbart es jedenfalls der Film. Sind Sie ein besonders emotionaler Mensch und Künstler?

Christo: Alles, was Sie sehen, ist echt und unverstellt, ich bin so, und ich bin in der Lage, die Kamera zu ignorieren. Man könnte denken, das ist nicht klug von mir, aber so ist es nun einmal.

SPIEGEL: Der Film dokumentiert Ihr Projekt "Floating Piers" aus dem Jahr 2016, es war in dem Sommer das Kunstereignis schlechthin, mehr als 1,2 Millionen Menschen kamen zum italienischen Iseosee, über den Sie schwimmende Stege verlegen ließen. In der ganzen Welt wurde darüber berichtet.

Christo: Ja, aber der Film zeigt etwas, was die Menschen noch nicht wissen. Er lässt einen verstehen, was hinter den Kulissen vor sich ging. Jedes unserer Projekte, auch dieses, besteht aus einer Software-Phase und einer Hardware-Phase.

SPIEGEL: Wie meinen Sie das?

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