Zekeriya Atik kann nur schätzen, wie viele Polizisten in den vergangenen Monaten in seinen Laden gestürmt sind. 100? Vielleicht 200? "Jedenfalls unnormal viele", sagt Atik. Doch kein Problem, alles cool: "Die sollen ruhig kommen." Er habe sich an die Razzien gewöhnt, sagt er betont lässig, die Gäste auch. Im Huqqa, der angesagtesten Shishabar in Bochum, rege es niemanden auf, wenn es mal wieder heiße: Licht an, Musik aus, Handys auf den Tisch.

Meist stellt sich zuerst ein Beamter vom Hauptzollamt vor Atik und sagt: "Wir machen eine Kontrolle des laufenden Geschäftsbetriebs auf Einhaltung der Vorschriften." Dabei sind dann auch Mitarbeiter der Stadt Bochum: die Kollegen vom Bauordnungsamt, Lebensmittelkontrolleure, die Gewerbeaufsicht. Außerdem Beamte der Finanzverwaltung. Und eine Menge Polizisten. Das alles, weil Menschen in einer Bar an Wasserpfeifen nuckeln?

Im Januar begleitete der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul einen Einsatz im Huqqa. Für Reul sind Shishabars Stützpunkte

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 11/2019.
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