Die Fleischproduktion von morgen könnte so aussehen: Einige wenige Hühner, Schweine und Rinder könnten in einem Gemeinschaftsgarten oder auf einem Stadtbauernhof gehalten werden. Sie würden nicht mehr geschlachtet werden, sondern wären lediglich Spender von Muskelstammzellen. Aus diesen würde im Labor echtes Fleisch entstehen, mit den gleichen Nährstoffen wie herkömmliches Fleisch und mit dem gleichen Geschmack. Genuss mit gutem Gewissen – das ist die Vision der sogenannten "In-vitro-Fleisch"-Produktion. Auch die Umwelt könnte profitieren, sind die Innovatoren überzeugt: Schließlich verbraucht die konventionelle Tierhaltung Unmengen Ressourcen.

Doch wer würde das Kunstfleisch überhaupt essen? "Der Igitt-Faktor ist beim Thema In-vitro-Fleisch schon sehr groß", sagt Silvia Woll, Wissenschaftlerin am Karlsruher Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS). Sie hat in einem Forschungsprojekt Bürger und Experten unter anderem zu ihrer Einstellung gegenüber In-vitro-Fleisch befragt.

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