Wenn Deutschlands Schüler für mehr Klimaschutz demonstrieren, können sie sich seit Neuestem auf den Segen der Regierung berufen. Die "Fridays for Future"-Proteste seien "eine sehr gute Initiative", lobte die Kanzlerin. Und die SPD-Führung verabschiedete kürzlich eine Resolution, in der sie "das Engagement, die Kreativität und die Zähigkeit der Jugend" bejubelte. Am besten, hieß es, würde jeder Genosse mitmarschieren.

So muss man es machen, wenn man den Ärger der Schüler noch steigern will. Denn die schönen Worte, mit der die Regierung in diesen Tagen die neue Jugendbewegung hofiert, stehen im Gegensatz zu ihren Taten. Die Klimapolitik der Großen Koalition ist teuer, mutlos und wirkungsarm zugleich. In Serie werden neue Kommissionen oder Kabinettsausschüsse eingesetzt, aber was dabei herauskommt, ist eine Art rasender Stillstand. Entweder gehen die Gremien im Streit auseinander, oder sie erschöpfen sich in symbolischen Maßnahmen, die den Ausstoß von Treibhausgasen kaum senken werden.

Klimaschutz

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 14/2019.
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