Die Geschichte von der schönen Haut fängt im Schlachthof an. Rindern wird das Fell abgezogen und dann der Länge nach in drei Schichten gespalten: Die obere Schicht wird zu Leder, die untere ist voller Fett, die mittlere Schicht besteht aus vielen Proteinfasern; sie heißt Rinderspalt.

Dieser wertvolle Rohstoff wird in Kühllastwagen verladen und an Spezialfabriken geliefert, beispielsweise im badischen Eberbach. Das Werk liegt ein wenig verborgen in einem bewaldeten Seitental des Neckars und gehört zum Unternehmen Gelita. Auf dem Gelände stehen Backsteingebäude, aus einem Stahlrohr steigt weißer Dampf in den Himmel, der Zaun ist mit Stacheldraht gesichert. Dahinter verwandeln Arbeiter den unansehnlichen Rinderspalt in ein weißes Pulver.

Die Kundschaft reißt sich darum. Denn das "Verisol" genannte Pulver soll im Körper des Menschen einen fantastischen Verjüngungseffekt haben: Wenn man Verisol regelmäßig mit der Nahrung aufnehme, verkündet Gelita, dann gelangten bestimmte Substanzen an Hautzellen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2019.
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