SPIEGEL: Herr Schneider, Ihre Mitarbeiter begutachten kinderpornografische Fotos und Videos, auch Material, das im Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall in Lügde steht. 2018 hat die Polizei in NRW eine Datenmenge von etwa 2,7 Petabyte sichergestellt. Wie viele Bilder sind das?

Schneider: Schwer zu sagen, in dem Material sind ja nicht nur Bilder. Zur Veranschaulichung: Gehen wir einmal davon aus, dass unsere Ermittler ein Bild eine Sekunde lang betrachten, um zu entscheiden, ob darauf strafrechtlich relevante Taten zu sehen sind. Wenn ein Mitarbeiter rund um die Uhr am Rechner säße und keine weitere technische Hilfe hätte, bräuchte er neun Monate, um ein Terabyte an Bilddaten durchzuarbeiten.

SPIEGEL: Und ein Petabyte ist tausendmal so viel. Es sind also unvorstellbar große Mengen.

Schneider: Im Moment kommen wir nicht nach. Manche von uns haben den Eindruck, gegen Windmühlen zu kämpfen.

SPIEGEL: Was sind die Gründe?

Schneider: Die technische Entwicklung der letzten Jahre begünstigt die Sammelwut

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