SPIEGEL: Herr Hüther, warum schenken wir unseren Kindern so gern etwas?

Hüther: Wir mögen es, wenn sie sich freuen. Aber oft schenken wir dabei nicht dem Kind etwas, sondern uns selber: die Freude der Kinder über das Geschenk.

SPIEGEL: Was ist daran das Problem?

Hüther: In den Augen der Eltern ist ein Geschenk, über das sich ihr Kind freut, immer gut. Geschenke können aber auch dazu benutzt werden, um eigene Wünsche, Absichten und Ziele zu verfolgen. Dann dienen sie einer Verführung. Auf die Haltung der Eltern kommt es an. Sie sollten Kinder niemals zum Objekt machen.

SPIEGEL: Woran merke ich den Unterschied zwischen einem eigensüchtigen Geschenk und einem, das wirklich für das Kind ist?

Hüther: Das ist manchmal nicht einfach. Es ist wichtig zu wissen, dass Kinder zwei Grundbedürfnisse haben: das nach Verbundenheit und das nach Autonomie. Sie wollen sich geborgen fühlen und ausprobieren dürfen. Sie kommen mit Entdeckerfreude und Gestaltungslust auf die Welt, und beides entfaltet sich, wenn sie

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