Noch gibt es sie nicht, die deutsche Stadt, über die keine Zeitung mehr berichtet. Noch tagt kein Stadtrat, ohne dass wenigstens ab und zu ein Journalist schaut, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Aber vielleicht wäre es gut, es gäbe diesen dunklen Flecken bald.

Vielleicht braucht es einen solchen Ort, an dem man sehen könnte, was geschieht, wenn einer Gemeinde die Öffentlichkeit abhandenkommt. Vielleicht braucht es dieses warnende Beispiel, damit Verleger und Politiker und Bürger begreifen, was auf dem Spiel steht, wenn Zeitungen sterben.

Die Frage ist: Auf wie viel Journalismus kann eine Demokratie verzichten?

Man mag das pathetisch finden oder überzogen. Tatsächlich aber stellt sich diese Frage gerade nicht nur auf der großen politischen Bühne, wo Donald Trump versucht, kritische Presse auszuschalten, zu umgehen, zu entmachten, sondern auch und vor allem im Kleinen.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 10/2019.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!