Nun also Google. Diese Woche musste das Unternehmen einräumen, dass persönliche Daten von bis zu einer halben Million seiner Google-Plus-Nutzer für Dritte einsehbar waren – und damit anfällig für möglichen Missbrauch. Nicht für Stunden, Tage oder Wochen. Satte drei Jahre klaffte diese Sicherheitslücke bei dem sozialen Netzwerk, das der Konzern 2011 als Antwort auf Facebook gestartet hatte. Erst im März wurde sie erkannt und behoben. Allerdings hielt man es selbst dann nicht für notwendig, die Betroffenen oder die Behörden darüber zu informieren. Das geschah erst jetzt, ein gutes halbes Jahr später. Aber nicht aus freien Stücken, sondern weil Medien der Panne auf die Schliche gekommen waren.

Das "Wall Street Journal" zitierte aus einem internen Papier, in dem die Konzernjuristen dringend davon abraten, die Datenpanne öffentlich einzugestehen. Das würde "sofortiges Interesse" der Politik und Vergleiche mit dem Datenskandal um Cambridge Analytica auslösen, der Facebook in diesem Frühjahr erschüttert

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2018.
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