Der Abend des 6. Dezember 2014 war in London kühl und neblig. Zwei befreundete deutsche Hacker nahmen mich mit zu einem ebenso berühmten wie umstrittenen Mann: Julian Assange, Gründer und Herausgeber der Enthüllungsplattform WikiLeaks.

Die Botschaft der Republik Ecuador in London liegt in einem gediegenen roten Klinkerbau, gleich beim Luxuskaufhaus Harrods im noblen Knightsbridge. Als wir um kurz nach 21 Uhr dort eintrafen, standen zwei uniformierte britische Polizisten vor der Tür, die uns aber unbehelligt die Stufen zum Eingang des Hochparterres hinaufgehen und an der Türe der Botschaft klingeln ließen.

Es war nicht die erste Begegnung eines SPIEGEL-Mitarbeiters mit Assange: Unser Magazin war von 2009 bis 2012 Medienpartner von WikiLeaks gewesen, hatte gemeinsam mit der "New York Times", dem "Guardian" und anderen Medien Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte im Irak enthüllt.

Als WikiLeaks im Sommer 2011 über 250.000 Mails von US-Diplomaten im Internet veröffentlichte, ohne Namen und Kontaktdetails

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