Der gute Mann, der am 6. Mai in Frankfurt am Main zu Besuch kam, hatte etwas mitgebracht, und was soll man sagen: 1,7 Millionen Euro. Ein schöner Batzen Geld – und noch am selben Tag auf dem Konto. Unter anderen Umständen hätten sie beim Deutschen Fußball-Bund wohl eine La-Ola-Welle durch die Büros laufen lassen. Aber so?

Der Gast mit dem Geld heißt Stephan Herth und gehört zu den Chefs des Schweizer Sportvermarkters Infront. Die Firma befüllte mehr als zehn Jahre lang die Werbebanden bei deutschen Länderspielen. Sie beschaffte dem DFB die Millionenverträge mit der Commerzbank, der Telekom, der Post. Mit all den großen Namen, die bei der Nationalelf mitflimmerten.

An jenem Tag im Mai sah es nun so aus, als wollte die Infront ein kleines Malheur aus der Welt schaffen. Denn für bestimmte Spiele, bei denen der DFB-Premiumpartner Mercedes-Benz noch Extrawerbung im Stadion platzierte, sollte auch der DFB extra kassieren. Da ging es um Flächen rund um die Tribünenausgänge, die sogenannten Mundlöcher,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2019.
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