Deutsch-dänisches Grenzgebiet
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Deutsch-dänisches Grenzgebiet

Dänisch-deutscher Grenzzaun

"Jetzt schotten sie sich wieder ab"

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Die Dänen bauen entlang der Grenze zu Deutschland einen Zaun. Wen wollen sie damit fernhalten: Mensch oder Tier? Von Maik Großekathöfer

Die Mutter aller Probleme ist die Migration, so sieht das auch Claus Bruun Jørgensen, dänischer Landwirt und Jäger aus Gårdeby, einer Siedlung, keine sieben Kilometer Luftlinie von der Grenze zu Deutschland entfernt. Der Migrant, von dem er spricht, hat einen gedrungenen Körper, tagsüber versteckt er sich im Unterholz, nachts zieht er umher. Seine Färbung variiert von Grau über verschiedene Brauntöne bis zu tiefem Schwarz. In der Wissenschaft trägt der Migrant den Namen "Sus scrofa". Das Wildschwein.

Jørgensen, 50 Jahre alt, läuft um zehn Uhr morgens über seinen Hof, trägt Gummistiefel und Blaumann und sagt, erst vor ein paar Tagen habe er wieder eine Rotte gesichtet, die rübergemacht habe aus Deutschland: vier Tiere diesmal, Wildschweine im zweiten Lebensjahr, die man, auch das noch, "Überläufer" nennt. Dänemark fährt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Wildschweinen, die sich über die Grenze wagen, jedes Exemplar darf geschossen werden. Zu ärgerlich, dass er keine Flinte mit sich getragen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 40/2018.
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