Das Scheitern einer Fusion ist der Albtraum jedes Vorstandschefs. Viel Arbeit und Geld für nichts. Im schlimmsten Fall kommt noch eine öffentliche Blamage hinzu.

Christian Sewing dagegen, dem Chef der Deutschen Bank, hätte in dieser Woche wenig Besseres passieren können als die abgesungene Fusion mit der Commerzbank. Sewing ist der Gewinner in einem industriepolitischen Husarenstück, das ansonsten fast nur Verlierer kennt.

Der Deutsche-Bank-Chef hatte von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, dass er die politisch eingefädelte Zwangshochzeit für wenig sinnvoll hielt. Zu komplex, zu riskant sei das Manöver womöglich, hatte er intern zu bedenken gegeben. Und ganz so lautete denn auch die Begründung für das Ende der Gespräche, das beide Banken am Donnerstag verkündeten.

Vor allem Finanzminister Olaf Scholz (SPD) steht nun blamiert da. Er hatte gemeinsam mit seinem Staatssekretär Jörg Kukies so vehement für die Fusion der beiden größten deutschen Finanzinstitute getrommelt, dass diesen wenig anderes

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 18/2019.
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