Das Jahr 2020 übt eine gewisse Anziehungskraft auf Paul Achleitner aus. Die Deutsche Bank, deren Aufsichtsratschef er ist, feiert dann ihren 150. Geburtstag – wohl nicht allzu pompös, der Konzern ist noch immer ein Sanierungsfall. Aber sicher angemessen würdig.

Es wäre ein Termin nach Achleitners Geschmack, der Österreicher liebt weihevolle Auftritte vor Publikum. Doch es ist offen, wie sehr er noch in die Feierlichkeiten eingebunden sein wird. Mächtige Investoren sind unzufrieden mit ihm. Achleitner wird eine Menge angelastet: die strategischen Volten der vergangenen Jahre, die laxe Aufarbeitung von Skandalen und falsche Personalentscheidungen. Den Ratschef trifft der geballte Unmut, zumal er seit seinem Amtsantritt 2012 die einzige Konstante an der Bankspitze ist.

Achleitners Kredit ist fast aufgebraucht. Es gebe "konkrete Gedankenspiele" um seine Ablösung, heißt es bei Investoren. Der Ratschef sei, anders als früher, nicht mehr sakrosankt. In vergangenen Krisen konnte er sich oft retten,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2019.
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