Straubhaar, 61, ist Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Hamburg. Er war bis 2014 Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). Mitte April erscheint sein neues Buch "Die Stunde der Optimisten".

SPIEGEL: Nur 17 Prozent der Deutschen blicken laut Umfragen optimistisch in die Zukunft. Warum sind die Bürger so pessimistisch?

Straubhaar: Viele glauben, dass die besten Jahre hinter uns liegen. Sie sind verunsichert. Die rasanten Veränderungen in Technologie, Politik und Gesellschaft machen ihnen Angst. Deshalb füllen die Propheten des Niedergangs heute wieder die Hallen. Die Menschen zahlen Eintritt, um sich die Apokalypse vorhersagen zu lassen. Auf der SPIEGEL-Bestsellerliste ist solche Crash-Literatur ja auch oft vertreten.

SPIEGEL: Neiden Sie diesen Crash-Propheten den Erfolg?

Straubhaar: Ich neide ihnen vielleicht die Aufmerksamkeit, die sie bekommen. Aber natürlich übertreiben sie alle maßlos. Schauen wir die Fakten nüchtern an, geht es uns heute

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 15/2019.
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