Als viele Fluggäste im vergangenen Sommer unter verspäteten und ausgefallenen Flügen litten, konnte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die Schuld noch leicht auf andere schieben: auf die Airlines, die Flughafenbetreiber, das Sicherheitspersonal. Doch für eine Hauptursache der Verspätungen ist sein eigenes Haus zuständig, nämlich für die Misswirtschaft bei der Deutschen Flugsicherung (DFS), die für die Kontrolle des deutschen Luftraums zuständig ist. Ein geheimer Bericht des Bundesrechnungshofs wirft Scheuers Ministerium vor, das staatseigene Unternehmen nicht mehr im Griff zu haben. Durch eigenmächtige Entscheidungen der Ministerialbeamten werde die Schieflage verstärkt.

In dem Bericht, den die staatlichen Prüfer dem Verkehrsministerium Ende Januar zustellten, beschäftigen sie sich ausführlich mit der finanziellen Situation der Flugsicherung. Fazit: "Die DFS befindet sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage." Der Gewinn des Jahres 2017 sei nur wegen "Nachhol- und Sondereffekten"

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 11/2019.
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