Es ist ja nicht so, als wäre nicht alles schon einmal da gewesen. Endlich, so hieß es im Sommer 2008 aus der Politik, könne die hiesige Wirtschaft auf einen zweiten nationalen Finanzchampion zurückgreifen. Was war passiert? Die Commerzbank hatte den Kauf der Dresdner Bank verkündet, um zur damals noch starken Deutschen Bank aufzuschließen. Die Große Koalition in Berlin orchestrierte den Deal – auch weil der Allianz-Konzern, bis dato Eigner der Dresdner Bank, an der maroden Tochter zu ersticken drohte. Das tat dann die Commerzbank, weshalb der Bund sie in der Finanzkrise mit Steuermilliarden retten musste.

Elf Jahre später scheinen die Verantwortlichen in Berlin nicht klüger geworden zu sein. Denn die fixe Idee "nationaler Champions" lebt wieder auf. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat sie in seiner "Nationalen Industriestrategie 2030" skizziert. In der listet er die Deutsche Bank als erhaltenswert auf. Finanzminister Olaf Scholz geht noch einen Schritt weiter. Er hat die Commerzbank,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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