Maas, Scholz, Merkel
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Maas, Scholz, Merkel

Kommentar zu Merkels Europapolitik

Herablassend, frustrierend, spaltend

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Es sind entscheidende Monate für Europa. Doch auf Präsident Macrons verzweifelten Weckruf reagiert die Bundesregierung falsch. Von Christiane Hoffmann

Wie werden Historiker einmal auf diese Jahre zurückblicken? Auf Deutschland und seine Rolle in Europa, in der Welt? Gut möglich, dass unsere Zeit dann als die Jahre erscheint, in denen Deutschland Europa verpasste. Weil die Kanzlerin am Ende ihrer vierten Amtszeit nicht mehr die Kraft hatte, die historische Chance zu nutzen, die ein europabegeisterter Emmanuel Macron bot. Weil ihr sozialdemokratischer Koalitionspartner, von Existenzangst gelähmt, gar keine außenpolitischen Vorstellungen mehr entwickelte. Weil die Deutschen, wie der Historiker Timothy Garton Ash im vergangenen Jahr dem SPIEGEL sagte, "den Ernst der Stunde" nicht begriffen hätten. 

Man wird das alles erklären können, aber es wird kaum etwas am Urteil der Historiker ändern: dass Deutschland in jenen Jahren, die über das Schicksal Europas entschieden, keine Außenpolitik hatte und erst recht keine mutige Außenpolitik. Unter einem Duo Merkel / Scholz wäre der Euro wohl niemals eingeführt worden.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 11/2019.
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