Der Bund hat ein Luxusproblem. Er wird sein Geld nicht los. Jahr für Jahr bleibt er auf Milliarden Euro sitzen, die er hätte ausgeben dürfen – die er aber nicht ausgeben konnte. Im laufenden Bundeshaushalt türmen sich die Beträge, die aus den Etats der Vorjahre übertragen wurden, auf 19,2 Milliarden Euro, 10 Milliarden mehr als noch 2015. Im Schnitt blieben seitdem Jahr für Jahr 2,5 Milliarden Euro in der Leitung hängen.

Diese Geld-Verstopfung könnte von der Luxussorge zum realen Problem werden. Gerade jetzt, wo die Konjunktur zu lahmen beginnt. Da wäre es sinnvoll, dass der Bund mehr ausgibt und die Wirtschaft mit staatlichen Investitionen anstößt. Die wirken gleich zweifach segensreich: Zum einen stützen sie kurzfristig die Konjunktur, wenn Straßen gebaut oder Schienen verlegt werden. Zum anderen erhöhen sie langfristig das Wirtschaftswachstum, weil über gut ausgebaute Verkehrswege mehr Waren schneller zum Kunden kommen oder weil ein leistungsfähiges Datennetz neue Angebote für Wirtschaft

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2019.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!